Aus dem Gemeinderat wird berichtet


Der Gemeinderat hat in seiner August-Sitzung über folgende Tagesordnungspunkte beraten:

Erweiterung des Aufenthaltsraums im Feuerwehrhaus Rottenbach

Der Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses in Rottenbach wird gut frequentiert und reicht sowohl für Feuerwehrzwecke als auch bei Versammlungen und Veranstaltungen nicht mehr aus. Der Feuerwehrverein Rottenbach hat deshalb - federführend für die weiteren Vereine und Organisationen aus Rottenbach und Tremersdorf - am 28.11.2024 einen Antrag zur Prüfung der Erweiterung des Aufenthaltsraums gestellt. Dem Antragssteller wurde vom Gemeinderat auferlegt, der Verwaltung ein ausgearbeitetes Nutzungskonzept vorzulegen. Dies erfolgte am 25.06.2025. Der Gemeinderat hat nun einstimmig beschlossen, auf Grundlage des vorgelegten Nutzungskonzeptes ein Architekturbüro mit einer Kostenschätzung für die Erweiterung des Aufenthaltsraums zu beauftragen. Sobald diese vorliegt, wird der Gemeinderat - nach Auslotung etwaiger Fördermittel - über die weitere Vorgehensweise entscheiden.

Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik

Nachdem die Straßenbeleuchtung in den Ortsteilen Rottenbach, Tremersdorf, Neukirchen und Tiefenlauter bereits auf LED-Technik umgestellt ist, werden bis Jahresende auch Unterlauter und Oberlauter komplett auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Die Kosten hierfür betragen 329.283,77 EUR. Der entsprechende Auftrag wurde erteilt. Die Beschlussfassung erfolgte einstimmig. Durch diese Maßnahme leistet die Gemeinde Lautertal einen weiteren bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz.

Umstellung der Beleuchtung in den Klassenzimmern an der Mittelschule Am Lauterberg auf LED-Technik

Auch die Beleuchtung der Klassenzimmer in der Mittelschule Am Lauterberg wird auf LED-Technik umgestellt. Die Beschlussfassung zur Auftragserteilung in Höhe von 13.482,02 EUR erfolgte einstimmig.

Sanierungsarbeiten im Rahmen des Brandschutzes an der Mittelschule Am Lauterberg

Die Mittelschule Am Lauterberg ist derzeit eine Großbaustelle. Grund hierfür sind die Arbeiten zur Umsetzung des neuen Brandschutzkonzepts sowie zur Neugestaltung der Außenanlagen, insbesondere des Pausenhofs. In diesem Rahmen wurden die Natursteinarbeiten an der Innentreppe in Höhe von 62.407,35 EUR vergeben. Die Beschlussfassung erfolgte einstimmig.

Reparaturarbeiten des Parkettbodens in der Kinderkrippe Sonnenschein

Um den Ruf als familienfreundliche Kommune weiter gerecht zu werden, legt der Gemeinderat sehr hohen Wert auf einen guten Zustand der Kindertagesstätten. So wird der Parkettboden in der Kinderkrippe Sonnenschein abgeschliffen und neuversiegelt. Die Beschlussfassung über die Annahme des vorliegenden Angebots in Höhe von 9.674,70 EUR erfolgte einstimmig.

Beteiligungsverfahren an Bauvorhaben von Nachbarkommunen

Keine Einwände hat der Gemeinderat gegen Vorentwurf des städtebaulichen Rahmenplans der Stadt Coburg „Kaeser 2030 +“ erhoben. Dieser wurde dem Gemeinderat vom zuständigen Projektleiter der Firma Kaeser, Herrn Florian Kletzin, ausführlich erläutert.

Auch gegen die Aufstellung des Bebauungsplans und der Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Rödental bezüglich der Errichtung der Freiflächen-Photovoltaikanlage „Maas“ in Blumenrod hat der Gemeinderat keine Einwände erhoben.

Beide Beschlussfassungen zu den vorgenannten Beteiligungsverfahren erfolgten einstimmig.

Antrag der CSU-Fraktion „Feuerwehrhausneubau

Mit Schreiben vom 25.07.2025 hat die CSU-Fraktion an den Gemeinderat einen mit „Feuerwehrhausneubau“ titulierten Antrag gestellt. Dieser beinhaltet im Wesentlichen, Fördermöglichkeiten für einen Feuerwehrhausneubau zu prüfen, sich mit geeigneten Planern mit einer Kostenschätzung „auseinanderzusetzen“ (Wortlaut des Antrages) und zu prüfen, ob das Feuerwehrgebäude den jetzigen Belangen des Bauhofs gerecht werden kann.

Erster Bürgermeister Karl Kolb teilte hierzu mit, dass dieser weitreichende Antrag im Vorfeld weder mit der Verwaltung noch mit den Verantwortlichen der Feuerwehr abgesprochen war. Er brachte zum Ausdruck, dass er deshalb von der Antragstellung sehr überrascht war.

Hans Rauscher trug im Namen der Fraktionen der ÜPW und PWG vor, dass der Antrag viel zu komplex sei, um ohne jegliche Grundkenntnisse aktuell darüber entscheiden zu können.

Im Namen der SPD-Fraktion hielt Martin Rebhan fest, dass man allein schon mit dem Blick auf den großen Fuhrpark des Bauhofes zu der Erkenntnis kommen müsse, dass das Feuerwehrgebäude für den Bauhof nicht geeignet ist.

In der Beratung trugen weitere Gremiumsmitglieder - mit Ausnahme der CSU-Fraktion - vor, dass der jetzige Standort des Feuerwehrhauses in der Ortsmitte direkt an der Kreisstraße ideal sei. Zudem sollte ohne jegliche Grundlagen und ohne ein Konzept kein Planungsbüro für teures Geld beauftragt werden - weder für einen Feuerwehrhausneubau noch für einen Umbau des bestehenden Feuerwehrhauses zum Bauhof.

Für die Annahme des Antrags stimmten nur die Mitglieder der CSU-Fraktion. Er wurde mit 4:10 Stimmen mehrheitlich abgelehnt.

Hans Rauscher schlug vor, für die Suche nach einem neuen Standort für den Bauhof eine Arbeitsgruppe zu bilden.

Antrag der CSU-Fraktion zur Sanierung der Beuerfelder Straße (Teilstück)

Mit Schreiben vom 25.07.2025 hat die CSU-Fraktion an den Gemeinderat den Antrag gestellt, das Teilstück der Beuerfelder Straße vom Ortsausgang Oberlauter in Richtung Beuerfeld „baldmöglichst(Wortlaut des Antrages) zu sanieren.

Erster Bürgermeister Karl Kolb teilte hierzu mit, dass er den Antrag als obsolet ansieht, da sich der Ausschuss für Bau und Digitalisierung in seiner letzten Sitzung ohnehin für eine Sanierung des Teilstücks im Jahr 2026 ausgesprochen hat. Eine Planung liegt bereits vor. Eine Ausführung im Jahr 2025 ist zeitlich nicht mehr möglich, da die Tiefbauarbeiten erst über die Vergabestelle ausgeschrieben werden müssen und eine Sanierung über die Wintermonate keinen Sinn macht. Zudem sind im Haushalt 2025 hierfür keine Mittel eingestellt.

Hans Rauscher vertrat die Auffassung, dass der Antrag der CSU-Fraktion mit dem Wortlaut „baldmöglichst“ zu ungenau definiert sei. Auch enthalte der Antrag keinen konkreten Deckungsvorschlag. Er stellte deshalb im Namen der Fraktionen der ÜPW und PWG den Antrag, „der Gemeinderat möge beschließen, die Sanierung der Beuerfelder Strasse konkret im Jahr 2026 umzusetzen und entsprechende Haushaltsmittel für das Jahr 2026 einzustellen“. Dieser Änderungsvorschlag wurde vom Gremium einstimmig beschlossen.