(Foto: Landratsamt Hildburghausen)
Die Landkreise Hildburghausen und Coburg sowie die Gemeinde Lautertal starten zum 1. Mai ein neues Rufbusangebot zwischen Rottenbach und Eisfeld. Damit reagieren die Verantwortlichen auf einen vielfach geäußerten Wunsch aus der Bevölkerung nach einer besseren Anbindung, insbesondere für Einkaufs- und Besorgungsverkehr.
Der Linienverkehr des Landkreises Coburg endet bislang in Rottenbach, eine Weiterfahrt nach Eisfeld war nicht möglich. Um diese Lücke zu schließen, wird die bestehende WerraBus-Linie 212 künftig durch Rufbusfahrten zwischen Rottenbach und Eisfeld ergänzt.
Die Rufbusse bieten montags bis freitags Fahrtmöglichkeiten um 6:21, 8:51, 10:51, 12:51 und 16:07 Uhr von Rottenbach nach Eisfeld und um 6:07, 8:35, 10:35, 12:35 und 15:53 Uhr von Eisfeld nach Rottenbach (die jeweils letzten Fahrten verkehren nur an Ferientagen). In Eisfeld werden nach Bedarf die Haltestellen Steudach, Coburger Str./Zeiss, Neulehen und Bahnhof bedient. Damit sind insbesondere die Einkaufsmöglichkeiten der Stadt gut erreichbar.
Der vollständige Fahrplan der Linie 212 wird unter www.werrabus.de veröffentlicht und ist auch in den elektronischen Auskunftssystemen abrufbar.
Eine direkte Abstimmung zwischen dem Linienverkehr und dem Rufbus besteht dabei nicht. Vielmehr stellt der Rufbus ein eigenständiges, ergänzendes Angebot dar.
Der Rufbus verkehrt bedarfsorientiert. Das bedeutet, dass die im Fahrplan vorgesehenen Fahrten nur nach vorheriger Anmeldung stattfinden. Damit wird eine flexible und zugleich wirtschaftliche Bedienung ermöglicht. Die Einzelfahrt zwischen Rottenbach und Eisfeld kostet 1,70 Euro.
Landrat Sebastian Straubel freut sich, dass das neue Rufbus-Angebot die Bürgerinnen und Bürger der Landkreise Coburg und Hildburghausen wieder ein bisschen näher zusammenbringt: „Der kleine, aber landkreisübergreifende Sprung auf gerade einmal sechs Kilometern Straße von Rottenbach nach Eisfeld ist endlich für den ÖPNV kein unüberwindbares Hindernis mehr. Ich bin überzeugt, dass unser gemeinsamer Rufbus für diesen Lückenschluss genau das richtige Angebot ist, weil er als flexibles, bedarfsorientiertes Angebot eine wirtschaftliche und zugleich bürgernahe Lösung für diese Verbindung darstellt. Dabei kombiniert er die Vorteile von Bus und Taxi. Das ist das, was wir – also die Menschen im ländlichen Raum – brauchen.“
Landrat Sven Gregor unterstreicht die engen Verbindungen im ÖPNV zwischen Thüringen und Bayern: „Mehrere Buslinien verbinden unsere beiden Landkreise inzwischen täglich miteinander. Die TaktBus Linien 205 und 216 fahren im dichten Stunden oder Zweistundentakt: von Schleusingen über Eisfeld nach Coburg sowie von Hildburghausen über Bad Rodach nach Heldburg. Mit der Linie 217 erreichen Pendler, Auszubildende und Freizeitreisende neben Hildburghausen, Heldburg und Coburg ab dem 1. Mai auch die Stadt Seßlach. Die neuen Rufbusfahrten der Linie 212 zwischen Eisfeld und Rottenbach schließen eine weitere Lücke im grenzüberschreitenden Nahverkehr. Damit rücken wir im ländlichen Raum wieder näher zusammen – über Kreisgrenzen hinweg.“
Ergänzend erklärt Lautertals Bürgermeister Karl Kolb: „Mit der neuen Verbindung schaffen wir eine deutliche Verbesserung der überregionalen Mobilität. Es besteht nun auch eine direkte länderübergreifende Anbindung von Lautertal in Richtung Norden. Besonders erfreulich ist dabei die Verknüpfung mit den Angeboten der Südthüringen-Bahn ab Eisfeld in Richtung Eisenach und Erfurt."
Fahrgäste können den Rufbus in der Regel bis spätestens 60 Minuten vor der gewünschten Abfahrt buchen. Die Anmeldung erfolgt telefonisch über das WerraBus-Servicebüro in Hildburghausen unter 03685/4049274. Die Anmeldung ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr möglich. Fahrten vor 8 Uhr müssen am Vortag angemeldet werden.
Die organisatorische und operative Durchführung des Rufbusangebots liegt beim Landkreis Hildburghausen.
Mit dem neuen Angebot wird die Mobilität im ländlichen Raum weiter gestärkt und die Erreichbarkeit wichtiger Ziele in der Region verbessert.
Die Gemeinde Lautertal freut sich über eine rege Nutzung dieses neuen Angebotes.
Karl Kolb
Erster Bürgermeister
